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Gedanken zur Landtagswahl 2014 in Sachsen

Die befürchteten Prognosen sind eingetreten. Das Wunder von Sachsen blieb für die FDP aus. Ein sächsischer Weg fand nicht statt. Die Realitäten der liberalen Krise hat auch die Mannschaft in Dresden erreicht. Wenn zweidrittel der Wähler wegbleiben, sollte schon hinterfragt werden, was hier schief gelaufen ist. Zum Ende des Wahlkampfes wurde unglaubliches an Transparenz und persönliche Einsatz geleistet. Die Plakatierung war optimal im ganzen Freistaat verteilt. Die Kandidaten waren im ganzen Land mit Veranstaltungen und Dating aktiv. Aber alleine mit Plakaten, Talks und Parolen in der Endphase des Wahlkampfes gewinnt man keine Wähler in der derzeitigen Situation der FDP. Hier hätte schon ein „Ahaeffekt“ kommen müssen.
Der Wahlkampf beginnt mit dem Einzug ins Parlament, mit der Durchsetzung des Wahlprogramms, mit den Koalitionsverhandlungen. Mit den Ausschüssen und Ministerien schafft man sich das Handwerkszeug zur Durchsetzung seines Programmes. Wenn die Bildung und die Staatssanierung oberste Priorität in der sächsischen FDP hat, so müssen auch der dazu gehörende Einfluss und die Durchsetzung garantiert sein. Dies ist nicht optimal gelaufen. Leider wurden die liberalen Erfolge teils von den Christdemokraten unterbunden und auch selbst schlecht transpariert. Eine erfolgreiche Message erreichte nicht das Wahlvolk und die Provinz . In den Jahren aufgetretene Zufriedenheiten gingen in eine Selbstberäucherung über, nur das in Dresden Gesprochene hat Gehör. Mit kritischen Hinweisen aus dem Parteivolk hat man sich zu wenig auseinander gesetzt.
Mit dem Ausgrenzen der Bundespartei im Vorfeld des sächsischen Landtagswahlkampf wurde den Liberalismus in Deutschland und sich selbst kein guter Dienst erwiesen. Die sächsische FDP ist nicht besser und klüger wie die anderen Liberalen in Deutschland. Eine Bundespräsenz hätte der FDP und den ansprechenden Wähler gut getan. Die konservative Richtungsschnur der sächsischen Liberalen kommt nicht an. Die FDP muss Herz zeigen, das Wachstum von Lebenschancen zu ihrer Sache machen und das auch in verständlicher Sprache und nicht in verquastem Politjargon. Lösungsorientierte Antworten und optimistisches zugehen auf die Menschen sind Antworten in der gegenwärtigen Situation.
Die Liberalen Senioren mahnten zu jeder Gelegenheit, auf den Parteitagen, in persönlichen Gesprächen die Geschlossenheit in der FDP an. Der sächsische Weg der FDP Sachsen wurde immer als sehr kritisch befunden. Leider fanden wir für dieses Thema kein Gehör.
Jetzt gilt ein „Neuanfang“ und nicht ein „weiter so“. Wir Liberale Senioren sind uns bewusst, dass in Zukunft mit einer überzeugenden Personalauswahl in der Führung der FDP-Sachsen, gemeinsam mit der Bundespartei es gelingen wird, den Liberalismus in Deutschland wieder in eine zeitgemäße, moderne Epoche zuführen.
Neue helle Köpfe müssen in der Führung etabliert werden, mit frischen Liberalgesinnten aus allen Landesteilen, allen Schichten, sowie mit Jüngeren und Älteren.
Eckart George
Landesvorsitzender der Liberalen Senioren Sachsen
 

3.09.2014