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Antrag der Liberalen Senioren bestätigt

 

Auf dem Frühjahrsparteitag der FDP-Sachsen am 12.04.2011 in Plauen wurde der Antrag über eine Beschäftigungsinitiative für Ältere mit einer absoluten Mehrheit bestätigt. Der genaue Inhalt des Antrages lautet wie folgt:

Eine Beschäftigungsoffensive für ältere Menschen – Chancen zum Abbau des Fachkräftemangels in Sachsen

Der Landesparteitag möge beschließen:

Die Erhöhung der Erwerbsquote älterer Menschen 55+ ist die zwangsläufige Konsequenz aus der demografischen Entwicklung, sie ist eine der wichtigsten Aufgaben der politischen Gegenwart

Die Politik und die Wirtschaft wird aufgefordert, der Beschäftigung der Älteren eine höhere Priorität einzuräumen

Deshalb fordert die FDP Sachsen:

- Die Fortführung der Initiativen der Sächsischen Staatsregierung zur Steigerung des
Anteils älterer Beschäftigter (insbesondere höher Qualifizierter) in Wirtschaft und
Verwaltung sowie die entsprechende Zusammenarbeit mit Unternehmen, Kammern,
Verbänden und Arbeitsagentur
- Flexibilisierung der gesetzlichen Altersgrenze bei dem Eintritt in den Ruhestand
- Das einvernehmliche Ausgleiten in den Ruhestand bei gleichzeitigen Anreizen einer
Weiterbeschäftigung
- Sicherung eines altersgerechten Personalmanagements in Verwaltung und Wirtschaft
durch:
- gezielte Berücksichtigung der Qualifizierung
- Einrichtung von altersgemischten Teams
- Umgruppierung, Arbeitsplatzwechsel und Rotation in Unternehmen/Verwaltung
- Flexibilisierung der Arbeitszeit
- Lebensbegleitende Fortbildung, um die Leistungsfähigkeit im Alter zu erhalten und zu
steigern

In der Begründung des Antrages durch den Landesvorsitzenden der Liberalen Senioren Eckart George heißt es:
„ Mit dem jetzigen Konjunkturaufschwung offenbart sich ein deutlicher Fachkräftemangel, der Unternehmen und Politik gleichermaßen überrascht hat. Es kombinieren sich zwei Trends am Arbeitsmarkt: Die Wissensintensivierung der Wertschöpfung und der demografische Wandel über die Schrumpfung des Erwerbspotentials. Akut zeigen sich Fachkräfteengpässe im Segment Hochqualifizierter. Die Ingenieurlücke z. Bs. von weit über 40.000 im Jahr 2009 in Deutschland wird weiter zunehmen und sollte höchste Bedeutung für die betriebliche Personalpolitik haben. Auch andere Berufsgruppen aus dem naturwissenschaftlichen und medizinischen Bereich sind davon betroffen.
Der vorliegende Antrag soll hier Ansatzpunkte geben, wie eine Lücke bei hochqualifizierten Beschäftigungen reduziert werden kann. 30 % der betroffenen älteren Arbeitnehmer wollen unter einer Verbesserung der Vereinbarkeit von beruflichen und privaten Verpflichtungen auch über die gesetzliche Altersgrenze weiter einer Beschäftigung nachgehen. Die wachsende Erkenntnis einer Eigenverantwortung für die eigene Arbeitsfähigkeit wirkt sich positiv aus.
Sachsen ist auf guten Weg, - mit der Initiative – 5000 Arbeitsplätze für über 50-jährige ist ein Anfang gemacht. Aber ehe man sich auf ausländische Arbeitskräfte als Allheilmittel zur Fachkräftesituation konzentriert, sollte die Politik und die Wirtschaft Voraussetzungen schaffen das Potential der Älteren besser zu nutzen. Die Definition eines neuen Bildes des Alterns muss in die Köpfe der Verantwortlichen in unserer Gesellschaft eindringen. Ältere Menschen sind nicht weniger, sie sind anders leistungsfähig als jüngere. Hand in Hand mit der Lebenserwartung ist die Leistungsfähigkeit im Alter gestiegen, um durchschnittlich 10 Jahre. Deshalb müssen die gesellschaftlichen Vorurteile gegen Arbeit im Alter ebenso fallen wie die gesetzliche Altersgrenze für bestimmte Berufsgruppen.
Die Älteren haben das Recht mitgenommen zu werden in dieser gesellschaftlichen Entwicklung und nicht auszugrenzen. „
 

 

 

 

 

26.04.2011