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Einblicke – Das Pflichtbewusstsein der Älteren in unserer Gesellschaft

Dieses Jahr möchte ich in meinem Jahresrückblick nicht resümieren, sondern ein paar Aspekte des gesellschaftlichen Zusammenlebens ansprechen. Gerade in der jetzigen Pandemiezeit ist es wichtig die Menschen an Perspektiven zu erinnern, die positive Ausstrahlungen wieder geben. Dies hat unsere Lebenserfahrungen aus der Geschichte uns Älteren aufgezeigt. Zwischen den Generationen zeigen sich immer mehr Risse und Auseinandersetzungen. Insbesondere ist aktuell, die Impfpflicht oder der Klimaschutz ein Reizthema geworden. Hier muss ein ausgewogener Dialog beginnen, mit einem Verständnis zum Zuhören und Verstehen, aus der Sicht der Anderen. Dies geht nur in dem offen und ehrlich miteinander über Altersgrenzen hinweg. Ein Dialog über Generationen hinaus ist eine ureigene liberale Eigenschaft. Dazu müssen auch wir Liberale Senioren Verantwortung zeigen. Wir sollten wieder lernen Kompromisse in unsere Gesellschaft zutragen und zu leben. Das ist nicht immer einfach, aber trägt zum gegenseitigen Verständnis bei.
In unserer Gesellschaft wird immer nur von Verjüngung in Parlamenten, Gremien und Institutionen gesprochen, aber unsere Gesellschaft wird älter. In Sachsen ist schon ein Viertel der Bevölkerung über 65 Jahre. Für die Mehrheit ist Ruhestand keine Option. In vielen Bereichen bringen sie Ihr Engagement und Lebenserfahrung ein. Es muss ein Umdenken bei der Besetzung von Ämtern in Politik und Gesellschaft geschehen, denn Entscheidungen brauchen auch Weitblick und Lebenserfahrungen. Altersgrenzen sind veraltet, dies ist Diskriminierung und Ausdruck von sozialer und ökonomischer Benachteiligung.
Bei vielen Senioren ist „Rente nicht gleich Couch und Sessel“, sie engagieren sich im Ehrenamt um aktiv zu bleiben, in Vorständen von Vereinen, in gemeinnützigen Einrichtungen oder in Kirchgemeinden, Naturschutz und der Pflegebetreuung. Sie werden nicht müde anderen Mut zu machen. Dies sind Helden des Alltags. Auch die Jüngeren sollten sich wieder Vorbilder unter den Älteren suchen um sich daran zu orientieren.
Vorbilder sind Richtungsweiser - Sie erinnern an das, was wirklich wichtig ist im Leben. Sie erinnern uns an unsere Werte und Ideale, unsere Träume und Lebensziele. Vorbilder sind richtungsweisend in Bezug auf das, was wir persönlich als wertvoll und sinnvoll betrachten. Vorbilder vertreten bestimmte Wertevorstellungen, wie Familie, Freundschaft, Partnerschaft, Erfolg, aber auch durch Beobachtung können Werte gefunden werden. Unsere Werte sind nicht in Stein gemeißelt. Im Laufe des Lebens verändern sich auch die Prioritäten, dann treten vielleicht Erfolg und Ansehen in den Hintergrund und andere Prämissen werden gesetzt. Auch in den zwischenmenschlichen Begegnungen müssen die Spannungen und Konflikte durch eine wertegeführte Kommunikation gelöst werden. Sie ist eine Botschaft, um Wünsche, Erwartungen und Gefühlen auszutauschen. Diese Kommunikationsfähigkeit ist ein Teil von sozialer Intelligenz – ein Anteil unserer Persönlichkeit der uns befähigt mit Menschen gut auszukommen, uns verständlich zu machen. Von entscheidender Bedeutung für das Zusammenleben in einer freien Gesellschaft ist die Verantwortung des Einzelnen gegenüber den Mitmenschen. Deshalb sind Toleranz und Solidarität wesentliche Werte für den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft.
In diesem Sinne sollten wir das Neue Jahr 2022 beginnen!

Eckart George
Landesvorsitzender der
Liberalen Senioren Sachsen

Dezember 2021
 

31.12.2021

Liebe Freunde der Liberalen Senioren Sachsen!

War das Jahr 2021 auch für Sie ein Jahr des liberalen Aufbruchs in Sachsen? Für mich war das Wahlergebnis von mehr als 10% ein Zeichen dafür das Liberalismus in Sachsen wieder eine Zukunft hat. Wenn Zweitstimmen bei AfD- und CDU-Kandidaten für unsere FDP abgegeben werden, zeigt dies, das Vertrauen in eine liberale Politik in Deutschland.
Mit dem Koalitionsvertrag der von den Wählern beauftragten Parteien( SPD, FDP und Grüne) haben sich diese 3 politisch sehr unterschiedlich aufgestellten Parteien zu einem gemeinsamen Aufbruch für ein Deutschland der Zukunft vereinbart. Eine sozialliberale Politik ist mit dieser Regierung umsetzbar. Gemeinsam wollen die Koalitionspartner Soziales (12€ Mindestlohn, neue Kriterien für eine sichere Rentenpolitik), stabile Finanzpolitik ohne Steuererhöhungen und eine Wirtschaftspolitik zur Mobilisierung der Forschung und Industrie zur Entwicklung umweltfreundlicher Technik als Voraussetzung für ein Leben unserer Enkel in einer lebensfreundlichen Zukunft, in Regierungsverantwortung umsetzen. Ich wünsche den Koalitionären dazu Mut und Durchhaltevermögen.
Aber auch auf unseren Parteitag in Döbeln war diese Aufbruchsstimmung spürbar. Der neu gewählte Landesvorstand ist jünger und weiblicher. Erstmals in Sachsen haben wir mit Frau Bürgermeisterin Dr. Maaß eine Landesvorsitzende. Mit Freude habe ich zur Kenntnis genommen, das Sie neben der Julia mit den Liberalen Senioren auch die Altersorganisation in die politische Arbeit einbinden will. Damit ist ein wichtiges Ziel des Vorstandes der LiSSa erreicht.
Um diese Aufgabe auch umsetzen zu können, benötigen wir eine breitere Basis, wie sie die Julia schon immer besaß. Junge FDP-mitglieder sind gleichzeitig in der Julia und können somit eigenständige Akzente setzen. Während in den alten Bundesländern durch ihre Mitgliedschaft bei den Lis die Mandatsträger auf Bundes/Landes/Kommunalebene oder als leitende Angestellte in Wirtschaft und Verwaltung mit dem Renteneintritt diese Basis schaffen, fehlt diese Selbstverständnis in Sachsen Ich bitte deshalb diesen Kreis der FDP-Mitglieder und ehemaligen Parteifreunden sowie parteilose liberale Senioren in Sachsen, werden Sie Mitglied bei den Liberalen Senioren Sachsens. Damit können wir gemeinsam Ihre Anliegen, durch viele Gleichgesinnte beraten, als Anträge, gegebenenfalls auch mit der Julia, zur liberalen Gestaltung auf Parteitagen der FDP einbringen, um damit den Senioren in Sachsen Ideen für ein liberales Sachsen anzubieten, damit die Bürger unseres Landes zur nächsten Landtagswahl der FDP wieder Verantwortung für Sachsen übertragen.

Karl-Heinz Seidel
Mitglied des Landesvorstandes der Liberalen Senioren Sachsen,
Tel.03412522669
 

 

17.12.2021

Zum Jahreswechsel 2020/2021

Corona bestimmte das private und öffentliche Leben im Jahr 2020 und wird uns auch noch weit ins Jahr 2021 begleiten. Alle Hoffnung liegt in der Impfstrategie hier im Land. In Sachsen hinterlässt zum Jahresende die zweite Welle ein besonderes Maß an Einschränkungen. Gerade für Ältere im Wohnbereich, in den Altenheimen und Krankenhäusern ist die Situation durch den „Lockdown“ dramatisch. Die Corona-Krise trifft hier aktuell sowohl Patienten als auch die geriatrischen Strukturen in allen Bereichen. Das Fehlen wichtiger menschlichen Kontakte haben klare negative psychosoziale Folgen von Isolations- und Quarantänemaßnahmen. Die soziale Unterstützung muss insgesamt verbessert werden. Dies werden die Liberalen Senioren, die in den Seniorenbeiräten der Kommunen und im Freistaat delegiert sind, einfordern.
Durch die Kontaktbeschränkungen sind auch die Aktivitäten der Liberalen Senioren eingeschränkt. Wir telefonieren miteinander, tauschen per Email Meinungen, Aktuelles aus, organisieren virtuelle Meetings zu ausgewählten Themen und halten unsere Homepage aktuell. Ein Projekt, das wir schon terminierten, die „Senatorenrunde der Liberalen Senioren Sachsen“ und einer Exkursion in die Kasematten der Festung Dresden mussten wir auf die Zeit nach Corona verschieben. Aber wir haben uns mit einem Vorschlag, „Expertenrat zur Pandemiekrise“ in der Politik gemeldet, dieser wurde von unseren FDP-MdB`s, dem BV der LiS und dem FDP Bundesvorsitzende Christian Lindner wohlwollend aufgenommen. Auf dem Landesparteitag der FDP Sachsen Anfang Oktober brachten die Liberalen Senioren den „Code of Conduct“ ins Gespräch, ein Verhaltenskodex für ein liberales Miteinander.
Das Jahr 2021 wird uns mit den Herausforderungen der Corona-Bekämpfung, des Superwahlkampfes, wo die Karten der Parteilandschaften neu gemischt werden vordringlich beschäftigen. Wir glauben auch das die Verordnungspolitik durch die Exekutive zum Ende kommt und die Volksvertretungen Ihr ureigenes Interesse wieder wahrnimmt und die Staatsgewalt bewahrt. Es wird im kommenden Jahr viele Lösungen erforderlich sein, um die wirtschaftlichen Folgen der Pandemiekrise zu meistern. Es wird ein turbulentes Jahr werden, der auch den Bogen der Migrations-, der Klima-, der Zins- und Währungsfrage umfasst.
Beginnen wir mit Zuversicht und menschlichen Verstand  das neue Jahr 2021!
Eckart George
Landesvorsitzender der Liberalen Senioren Sachsen
Januar 2021
 

 

 

4.01.2021

MEINUNGEN aus Sachsen

Sehr geehrte Seniorinnen und Senioren,

Vernunft, Wissen und Gewissen über den Umgang mit dem eigenen Körper sind der Grundstock für unsere Gegenwart und die Zukunft unseres Lebens.
Unser Leben ist endlich, das heißt unser Leben ist uns nur einmal gegeben. Auch sollten wir das Leben aller anderen Menschen achten.
Was heißt das?
Noch nie in unserem und dem vorhergehendem Jahrhundert hat es eine so verheerende Pandemie mit solchen ernsten, lebensgefährlichen Auswirkungen gegeben. Und da erhebt sich eine solche Gruppe von selbsternannten „Querdenkern“ die glauben über den lebensbedrohlichen Dingen stehen zu können. Das ist die größte Unverschämtheit die es je in der Welt gegeben hat. Das ist egozentrisches Gedankengut. Glaubt dieser Personenkreis sie hätten das Recht durch ihr Unvermögen die Gesundheit und das Leben aller anderen Menschen gefährden zu können?
Hier ist nicht dezentrales, nein hier ist zentrales Handeln erforderlich zu gebündelten Aktionen. Hier können nicht einzelne Personen handeln. Hier müssen fachlich versierte Wissenschaftler und Mediziner Hand in Hand arbeiten was die Bekämpfung und völlige Immunisierung gegen die Weiterverbreitung des Virus erreicht. Dazu ist der Staat verpflichtet finanzielle Mittel zur Verfügung zu stellen.
Denken wir nur an unseren deutschen Robert Koch, denn erwartet der Mann der mit seinem Wissen, seinem Mut damals Cholera und so viele andere Virenepedemien zum Stillstand brachte, denn er war ein Mann der Tat.
Was nützen uns Demos. Damit kann keine Immunisierung des Virus erzielt werden. Dadurch werden die Infektionen nur noch weiter nach oben getrieben.

Ihr Senior Wilfried Bürger - Dresden
 

 

8.12.2020

Liberale Senioren empfehlen Nationalen Expertenrat zur Pandemiekrise

In der Coronakrise muss die Politik schnell handeln, demzufolge sind die Folgen von Entscheidungen schwerer kalkulierbar als sonst. Die Politiker sind dabei auf „Expertenmeinungen“ angewiesen. Unter solchen Bedingungen ist es wichtig, dass die Entscheidungsträger auf Ausgewogenheit achten und die Zivilgesellschaft umfassend beteiligen. Eine unausgewogene Politikberatung wird der Krise nicht gerecht. Hierzu sollten sich die Verantwortlichen in der Politik und der Gesellschaft an den Empfehlungen eines „Nationalen Expertenrates“ orientieren, der sich aus Virologen, Soziologen, Juristen, Wirtschaftlern und Experten aus Fachdisziplinen aller Bevölkerungsschichten zusammensetzen sollte. Diese Empfehlung richten die Liberalen Senioren Sachsen zur Stärkung der Demokratie in der Coronakrise an die Politik.
So unverzichtbar die Beratung der Politik durch die Wissenschaft und Instituten auch ist, gilt es verschiedene Perspektiven einzubeziehen, wenn wirtschaftliche und gesellschaftliche Schlussfolgerungen gezogen werden. Bei der Besetzung dieser Expertenrunden sollten die Verantwortungsträger deutlich stärker auf Vielfalt und Balance setzen. Insgesamt brauchen wir eine deutlich offenere und breitere Diskussion, Expertise aus vielen verschiedenen Bereichen und Perspektiven, um demokratisch zu bestimmen, welchen Kurs unsere Gesellschaft nimmt. Das gilt gerade auch in einer Zeit großer Umbrüche und Herausforderungen wie jetzt. Kleine, exklusive Expertenzirkel sind dafür nicht immer und unbedingt das beste Mittel. Hier ist die Politik gefragt, innovative und transparente Formate der Beteiligung von Bürgern und Interessengruppen aus Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Wissenschaft zu entwickeln.
Wir brauchen diesen Plan B, auch wie es nach dem Abklingen der Pandemie weitergeht. Wir sollten uns die Solidarität und den von Achtung geprägten Umgang bewahren, aber auch die Argumente anders Denkenden anhören und damit auseinander setzen. Vor allen hat die Krise den Blick auf das Wesentliche geschärft. Wir brauchen den Kontakt, den unmittelbaren Austausch und das direkte menschliche Miteinander. Auch das digitale Miteinander und die damit verbundene Vertrauenskultur funktionieren auch viel besser, als viele vorher zugestanden hätten. Solche Inhalte sollten eine Bewertung finden.

Eckart George
Landesvorsitzender der Liberalen Senioren Sachsen
November 2020

Bild von Gert Altmann auf Pixabay
 

22.11.2020

Rede des Landesvorsitzenden der Liberalen Senioren auf den 52. LPT der FDP-Sachsen am 10.10.2020 in Mittweida

Ein großes Anliegen der Älteren in unserer Partei ist der respektvolle Umgang miteinander. Hierzu haben die Liberalen Senioren in Ihren Bundesverband ein „Code of Conduct“, ein Verhaltenskodex; dem FDP-Bundesvorstand als Antrag eingereicht Dieser hat dazu Leitlinien für ein liberales Miteinander erarbeitet, federführend war die vorgehende Generalsekretärin Linda Teuteberg. Es soll klären, was die Mitglieder unserer Partei voneinander erwarten dürfen und an wen sie sich wenden können, wenn diese Erwartungen gravierend verletzt werden. Dieser Code of Conduct wurde in diesem Frühjahr vom FDP-Bundesvorstand bestätigt und soll für alle Gliederungen gelten, auch für unsere Parteiführung, die sich dazu bekannt hat! Nachzulesen auf der WebSite des FDP Bundesverbandes.

 

 

 

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30.10.2020

Liberale Senioren stellen sich beim digitalen Neumitgliederforum des FDP Landesverbandes vor

Am Do. den 16.04.2020 veranstaltete der FDP Landesverband ein digitales Forum mit Neumitgliedern. Im Eigangstatement gaben die FDP Generalsekretärin Linda Teuteberg und FDP Landesvorsitzender und MdB Frank Müller-Rosentritt zur aktuellen Lage und zu den Neuzugängen in der FDP Sachsen eine Stellungnahme ab.. FMR erwähnte das seit Jahresbeginn die FDP Sachsen über 40 Neuzugänge FDP zu verzeichnen hat. Anschließend stellte der Stellv. Landesvorsitzende Carsten Bisok die Strukturen und die Möglichkeiten der aktiven Beteiligung in der FDP dar. Die in Sachsen aktiven Vorfeldorganisatoren hatten bei dieser Veranstaltung die Gelegenheit sich vorzustellen und über die Arbeit zu berichten. Auch die Liberalen Senioren nutzten dies und berichteten über Ihr Engagement in Sachsen, das sie eine eigenständige Vereinigung sind, der FDP nahe steht und frei und unabhängig in ihrer Meinungsäußerung ist, das sie sich der Wahrnehmung und Förderung der Interessen der Älteren annehmen und den Dialog unter den Generationen suchen. “Wir wollen, dass die Generationen miteinander leben, sich gegenseitig ergänzen, voneinander lernen und Erfahrungen weitergeben“, betonte der Landesvorsitzende Eckart George. Diese Veranstaltungsform war für uns neu und wir freuten uns über die Teilnahme, auch dass wir jetzt endlich auch wahrgenommen werden.

 

 

18.04.2020

Schrittweiser Umstieg von strikten staatlichen Eingriffen auf verantwortungsvolles Miteinander

 

Die von fast allen Fraktionen im Deutschen Bundestag getragenen und von den Landesregierungen flankierten durchgreifenden Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Corona-Virus zeigen Wirkung. Gebote, Verbote und Empfehlungen sind von der Bevölkerung aufmerksam wahrgenommen worden und haben zu notwendigen Verhaltensänderungen geführt. Diese Erfahrungen müssen nun zu einem schrittweisen Umstieg von strikten staatlichen Restriktionen auf ein verantwortungsvolles Miteinander führen.
Niemand in unserer Gesellschaft verfügt vor dem Hintergrund der lückenhaften Datenlage über absolut gesichertes Wissen über das neuartige Corona-Virus. Wir lernen täglich dazu. Keine politische Entscheidung wird ohne Risiko getroffen werden können. Wir brauchen nun den Mut, das Verständnis und die Einsicht aller Betroffenen auf dem Weg heraus aus der Pandemie.

Infektionszahlen und Infektionsfälle sind regional sehr unterschiedlich, flexible Lösungen sind gefragt. So richtig die Erfassung von Risikogruppen ist, so falsch ist eine pauschale Bewertung und Einordnung. Wir können z.B. die Freiheitsrechte der älteren Generation nicht einfach über einen längeren Zeitraum aushebeln und ihr ab einem bestimmten Alter besondere Einschränkungen zumuten. Liberale Senioren wehren sich aus guten Gründen seit jeher gegen willkürlich gesetzte Altersgrenzen und jede Form von Altersdiskriminierung. Hier müssen wir gerade jetzt besonders wachsam sein.

Verbindliche Regeln bei der Rückkehr zur Normalität des öffentlichen wie privaten Miteinanders müssen grundsätzlich für alle gelten. Das gehört zu den Selbstverständlichkeiten einer freien Gesellschaft von mündigen Bürgerinnen und Bürgern.
Aus berechtigter Sorge um Eltern und Großeltern kann schnell Bevormundung erwachsen – mit einem Schutzbedürfnis, dass vielen Älteren nicht gerecht wird. Auf der anderen Seite gibt es Menschen jeden Alters, denen aufgrund von Vorerkrankungen oder der individuellen Lebensbedingungen unsere besondere Aufmerksamkeit gelten muss. Für sie braucht es differenzierte Wege aus der Corona-Krise – abhängig z.B. vom Gesundheitszustand und der Wohnformen. Wir haben schmerzlich erfahren müssen, welche dramatischen Folgen das Virus in Seniorenheimen ausgelöst hat. Aber auch dort sind die Bewohnerinnen und Bewohner je nach ihrer Disposition unterschiedlichen Gefährdungen ausgesetzt. Das gilt auch für Wohnheime für Menschen mit Behinderungen. Wir fordern die Entscheidungsträgerinnen und –träger im Bund und in den Ländern auf, diesen Problemen in all ihrer Vielfalt Rechnung zu tragen – nach dem Grundsatz : So viel Staat wie nötig, so viel Freiheit und Eigenverantwortung wie möglich.
Wenn wir die Zahl der Tests kontinuierlich erhöhen und nach Gefährdungsorten gezielt einsetzen,
wenn wir uns freiwillig auf eine Bewegungs-APP einlassen, durch die Infektionsketten schnell ermittelt werden können,
wenn wir die mittlerweile eingeübten Verhaltensregeln (Hygiene, Abstand) weiter beachten und akzeptieren,
finden wir zu einem achtsamen respektvollen Miteinander zurück :
in den Familien und im Freundeskreis
in den Unternehmen,
im Einzelhandel,
in der Gastronomie,
in der Kultur und im Sport,
in den Vereinen und Verbänden.
Gleichzeitig dürfen wir es nicht bei wohlmeinendem und anerkennendem Beifall für die Menschen belassen, die sich in den Gesundheitsberufen, der Pflege, der Polizei und Feuerwehr, den sozialen Einrichtungen und den Verwaltungen derzeit mit außergewöhnlichem Einsatz um unser Gemeinwohl verdient machen. Sie verdienen aktuell den erforderlichen Schutz an ihren Arbeitsplätzen und angemessene Arbeitsbedingungen, die sie vor Überforderung bewahren. Und nach der Überwindung der Krise müssen sie auch materiell das verdienen, das ihnen aufgrund ihrer Leistungen, ihrer Zuwendung und Mitmenschlichkeit zusteht.

Das alles hat seinen Preis. Viele unter uns sind soeben dabei, ihren bisherigen Lebensstil zu verändern. Wir reden nicht mehr nur von Entschleunigung, wir müssen sie leben. Wir stellen uns Sinnfragen und erinnern uns an Werte, an die sich frühere Generationen wie an ungeschriebene Gesetze gehalten haben. Wir beklagen nicht mehr die Orientierungslosigkeit, sondern finden – ein Credo der Liberalen Senioren – zur WERTschätzung und zur Orientierung zurück.

Eckart George
Landesvorsitzender der Liberalen Senioren
11.April 2020

Bildquelle von Gert Altmann auf PIXABAY
 

 

 

 

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13.04.2020

Arbeitstreffen mit dem FDP Landesvorsitzenden Sachsen

Am 22.Januar 2020 traf sich der Landesvorstand der Liberalen Senioren mit dem neuen FDP Landesvorsitzenden Frank Müller-Rosentritt zu einem Arbeitsgespräch in Chemnitz.
In der Einleitung zog der Landesvorsitzende der LiS Sachsen, Eckart George, Bilanz über die Zusammenarbeit der Liberalen Senioren Sachsen als Vorfeldorganisation der FDP und dem Landesverband. Die Liberalen Senioren haben sich der Wahrnehmung und Förderung der Interessen der älteren Generation zu Ihrer Aufgabe gemacht. Dabei beschränken wir uns nicht nur auf Altenthemen, sondern wir widmen uns auf die Herausforderungen unserer Zeit, betonte er. Weiterhin machte er aber auch auf die Probleme aus der Vergangenheit aufmerksam, dass keine Akzeptanz der Tätigkeiten erkennbar war. Die vielen Aktivitäten in der Mitgliederarbeit unter den Älteren, den Stellen von Anträgen auf LPT und Zuarbeit für die Programmarbeit wurden bisher ohne ein Feedback hingenommen oder einfach ignoriert, Dies muss sich in der Zukunft unter der neuen „Crew“ ändern. Die Stellv. Landesvorsitzende Hannelore Döscher ergänzte im Gespräch, das in der älterwerdenden Gesellschaft das Augenmerk auch auf die Belange dieser Personengruppen werden muss. Ihre Erfahrungen müssen besser genutzt und in der Zusammenarbeit intensiviert werden.
Der FDP Landesvorsitzende machte klar, Liberalität ist keine Frage des Alters. Er ist sich sicher, dass viele Seniorinnen und Senioren bei den sächsischen Liberalen und natürlich bei den Liberalen Senioren eine politische Heimat finden können, um Sachsen für sich, ihre Kinder, Enkel und Urenkel besser zu machen. In der weiteren Unterhaltung wurden konkrete Maßnahmen festgelegt, wie die weitere Zusammenarbeit eine Nachhaltigkeit erfährt. Die Einbeziehung der Liberalen Senioren in Themenbezogene Vorstandssitzungen, sowie in Veranstaltungen und Podiumsgesprächen wird eine feste Größe. Konkrete Maßnahmen wurden vereinbart.
 

 

23.01.2020

Jahresausklang 2019

Zum Jahresausklang trafen sich der Landesvorstand der Liberalen Senioren zu der letzten Sitzung 2019 in Chemnitz. Es wurde eine Analyse über unsere Aktivitäten und dem Ereichten gezogen. Weiterhin ist ein Programm für das Jahr 2020 beraten worden. Dabei wollen die Liberalen Senioren Sachsen mit weiteren Veranstaltungen einen größeren Kreis von Älteren , liberal Interessierten, ansprechen. Hier sind Exkursionen in die Frauenkirche und den Kassamatten in Dresden geplant. Zum Ausklang wurde Glühwein in einer netten Runde auf den Chemnitzer Weihnachtsmarkt getrunken.

 

 

 

27.12.2019