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Resolution zur Verbesserung der Lage der Rentner

Der Bundesverband der Liberalen Senioren beschloß auf seiner letzten erweiterten Vorstandssitzung am 30.01.2009 in Kassel diese Resolution , in der es heißt: Alter ist ein Lebensabschnitt mit eigenständigen Bedürfnissen, Ansprüchen, Vorstellungen und Erlebnismöglichkeiten. Notwendig ist, eine verlässliche Altersvorsorge, die nicht nur die materielle Sicherung, sondern auch die soziale und gesellschaftliche Integration gewährleistet.

Unsere Sozialsysteme wurden entwickelt, als die Erwerbszeiten kontinuierlich über 40 - 50 Jahre verliefen. Die Zeit des Rentenbezuges war zeitlich begrenzter, da die Lebenserwartung geringer war. Kontinuierliche Erwerbszeiten gibt es heute kaum noch, immer wieder wird das Erwerbsleben von Zeiten der Arbeitslosigkeit oder von anderen Auszeiten unterbrochen. Auch der Eintritt in das Berufsleben vollzieht sich immer später, während sich das Ausscheiden aus dem Berufsleben zeitlich nach vorne verlagert hat und die Lebenserwartung stetig steigt. Allein aus dieser Logik ist zu erkennen, dass dieses System ohne Korrekturen zum Zusammenbruch verurteilt ist.

Die gesetzliche Rente ist die Lebensgrundlage für das Alter. Sie sollte die Lebensleistung der Rentner widerspiegeln und so den in der aktiven Zeit erworbenen Lebensstandard auch im Alter sichern.

Dieser Anforderung wird das heutige Rentensystem aber nicht immer gerecht.
Besonders gering fällt die Rente der Frauen aus. Renten sind keine Almosen,
sondern sind gesetzliche Ansprüche, die sich die Älteren verdient haben.


Forderungen der LIBERALEN SENIOREN:

- Die Rentenanpassungen müssen eine angemessene Teilhabe der
Rentner/innen an der allgemeinen Wohlstandsentwicklung sicherstellen.


- Gezielte und nachhaltige Maßnahmen zur Bekämpfung der Altersarmut.


- Gleichstellung der Renten in Ost und West.


- Ein einfaches, gerechtes und verständliches Renten- und Steuersystem.


- Befreiung der Rentenversicherung von versicherungsfremden Leistungen.


- Beendigung der Bezuschussung von Vorruhestand und Frührente sowie
die verschärfte Missbrauchsbekämpfung.


- Flexibilisierung des Renteneintrittsalters.


- Abschaffung der Zuverdienstgrenzen.


- Anreize für Betriebsrentensysteme.


- Gerechtere Berücksichtigung der Kindererziehung.


- Rücknahme der Verdoppelung des Beitrages zur Pflegeversicherung.


- Rücknahme der Erhebung von Krankenkassenbeiträgen auf Betriebsrenten und Lebensversicherungen.


- Überprüfung der „Rentenformel“ und der damit zusammenhängenden Faktoren.


- Einführung des „Liberalen Bürgergelds“.


- Rücknahme der Belastungen durch den des Gesundheitsfonds.


- Anpassung der Politikerversorgung im Sinne einer Abschaffung der Überversorgung

12.02.2009