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Senioren am Steuer - besser als ihr Ruf

In den vergangenen Tagen war in der Presse wieder das Thema "Ältere Verkehrsteilnehmer" in den Schlagzeilen.

In schöner Regelmäßig wird gefordert, dass die älteren Führerscheinbesitzer ab einem bestimmten Alter einen Test machen müssen.

Die LIBERALEN SENIOREN SACHSEN haben den Eindruck, dass nach dem Motto verfahren wird: "steter Tropfen höhlt den Stein".

Nun will dies auch die EU !!

 

Die Älteren müssen aufpassen, dass diese unbegründete und falsche Forderung nicht Realität wird.

 

Eine Studie der Allianz kommt zu ganz anderen Ergebnissen. Senioren am Steuer sind besser als ihr Ruf.

Ältere Verkehrsteilnehmer stellen kein erhöhtes Risiko im Straßenverkehr dar. Sie sind mehr Opfer als Verursacher.

 

Ein falscher Sachverhalt wird nicht besser, nur weil er permanent wiederholt wird.

 

Eckart George

Landesvorsitzender Liberale Senioren Sachsen

Allianz Unfallstudie :
Senioren am Steuer - besser als ihr Ruf
Ältere Verkehrsteilnehmer stellen kein erhöhtes Risiko im Straßenverkehr dar / Sie sind mehr Opfer als Verursacher von Unfällen / Über 65-Jährige profitieren von Fahrerassistenzsystemen / Allianz sieht keine Notwendigkeit für schärfere Gesetze
Allianz Deutschland AG
München, 23.10.2008
In voller Fahrt: Ältere Menschen verhalten sich im Straßenverkehr deutlich sicherheitsbewusster, als mancher denken mag.
Ältere Verkehrsteilnehmer geraten mehr und mehr in den Fokus der Öffentlichkeit. In den Medien wird über Senioren am Steuer häufig negativ berichtet. Auch in der Politik wird darüber diskutiert, ob altersbasierte, restriktive Maßnahmen zur Prüfung der Fahrtauglichkeit eingeführt werden sollten. Sind diese Vorurteile tatsächlich berechtigt? Dieser Frage ist die Allianz Deutschland AG in einer Untersuchung zum Unfallverhalten von über 65-Jährigen im Vergleich zu jüngeren Verkehrsteilnehmern nachgegangen.
Senioren selten Verursacher, aber oft Opfer von Unfällen
Rund ein Fünftel der Bevölkerung in Deutschland ist heute über 65 Jahre alt. Aber weniger als elf Prozent aller Unfälle werden durch Senioren verursacht. Bei den im Straßenverkehr Getöteten dagegen ist die Zahl älterer Menschen höher als ihr Anteil an der Bevölkerung: 23 Prozent aller Verkehrsunfalltoten sind über 65 Jahre alt. Vor allem als Fußgänger, Fahrradfahrer und als Pkw-Mitfahrer sind Senioren weit mehr als doppelt so stark gefährdet wie jüngere Verkehrsteilnehmer.
Die Studie der Allianz macht deutlich, dass Senioren einen weitaus geringeren Anteil am selbst verursachten Unfallgeschehen haben als jüngere Fahrer. Sie meiden kritische Fahrsituationen wie beispielsweise Nachtfahrten oder glatte, nasse Straßen eher als jüngere Fahrer. Das kalendarische Alter allein ist deshalb aus Sicht der Allianz noch kein ausreichender Grund, die bestehenden rechtlichen Rahmenbedingungen durch restriktive Maßnahmen zu verschärfen.
Schon heute fordert das Fahrerlaubnisrecht, dass der Fahrer zum Führen eines Fahrzeuges geeignet sein muss und fordert im Zweifel eine Begutachtung. "Eine Notwendigkeit für eine pauschale Verschärfung rechtlicher Rahmenbedingungen bei Senioren jeden Alters lässt sich derzeit durch unsere Untersuchung nicht erkennen", erläutert Dr. Karl-Walter Gutberlet, Vorstand der Allianz Versicherungs-AG.
Körperliche und geistige Einschränkungen als Problematik erkannt
Betrachtet man die Senioren nicht als homogene Gruppe, sondern differenziert im Altersverlauf, ergibt die Studie, dass bei Pkw-Lenkern über 75 Jahren die Unfallgefahr und damit auch das Risiko von selbstverursachten Unfällen ansteigt. Insgesamt bleibt aber hier gemäß Bundesstatistik (2006) die absolute Anzahl der verursachten Unfälle mit Personen- und schwerem Sachschaden mit ca. 12.500 deutlich unter dem Niveau der 18- bis 24-jährigen Verkehrsteilnehmer (über 78.000).
Im höheren Lebensalter steigen manche Risiken, zum Beispiel durch Medikamenteneinnahme oder Mehrfacherkrankung. "Sicher können körperliche und geistige Schwächen im Alter vermehrt auftreten und im Einzelfall zu schweren Verkehrsunfällen führen. Aber trotz dieser tragischen Unfälle zeigt die Allianz Unfallstudie im gesamtstatistischen Ergebnis, dass ältere Verkehrsteilnehmer kein erhöhtes Risiko im Straßenverkehr darstellen und überwiegend mehr Opfer als Verursacher sind", erklärt Gutberlet.
Er fährt fort: "Gleichwohl sehen wir vor dem Hintergrund des demografischen Wandels die Notwendigkeit, geeignete Maßnahmen zu finden, um dem erhöhten Risiko des höheren Seniorenalters zu begegnen." Die Allianz wird deshalb in Zukunft im wissenschaftlichen Expertenkreis weiterforschen, um Maßnahmen für die älteren Menschen zu entwickeln, die Schwächen und Schwierigkeiten in ihrer Mobilität beklagen.
Ältere Autofahrer profitieren besonders von moderner Technik
Dr. Christoph Lauterwasser, Geschäftsführer der AZT Automotive GmbH, erklärt: "Die Studie soll dazu beitragen, die Senioren hinsichtlich ihrer individuellen Risikosituation zu sensibilisieren und zielgerichtetes Risikomanagement anzustoßen." Sie zeige Handlungsbedarf bezüglich der Sicherheit von Senioren als Fußgänger, als Radfahrer wie auch als Insassen von Pkws. Im Bezug auf Pkw-Fahrer zeigt die Analyse, dass besonders Senioren von modernen Fahrerassistenzsystemen, beispielsweise dem Parkassistenten oder der derzeit noch in der Erprobung befindlichen aktiven Gefahrenbremsung, profitieren können.
Wie in Deutschland werden auch in allen anderen Mitgliedsländern der Europäischen Gemeinschaft die Bevölkerungsanteile der Senioren erheblich ansteigen, vor allem in Osteuropa. Nach Erkenntnissen des European Transport Safety Council (ETSC), das sich im Rahmen dieser Studie im Auftrag der Allianz mit der europäischen Perspektive befasst hat, ist davon auszugehen, dass in der EU im Jahr 2050 jeder dritte im Straßenverkehr tödlich Verunglückte 65 Jahre und älter sein wird. Die AZT Automotive GmbH, Allianz Zentrum für Technik, ist Unterzeichner der Europäischen Charta für die Straßenverkehrssicherheit. In dieser Eigenschaft betreibt das AZT systematische Unfallforschung, um wirksame Sicherheitsmaßnahmen abzuleiten.
Für weitere Informationen zur Allianz Studie wenden Sie sich bitte an den oben genannten Presse-Ansprechpartner. Die vollständige Studie steht ab Februar 2009 zur Verfügung.

5.02.2009